In Italien, nahe des Tagliamento verbringen wir unsere erste Nacht in unserem neuen Zuhause. Italien wird nur ein Transitland sein auf dieser Reise und so sammeln wir Kilometer für Kilometer bis zur Dämmerung des ersten Tages. Die Grimaldi Fähre von Ancona für den nächsten Abend buchen wir spontan, denn von Venedig aus bekommen wir keinen Platz mehr.
Die Überfahrt von Ancona nach Igoumenitsa dauert ziemlich genau 24 Stunden. Wir haben eine kleine Doppelkabine in Fahrtrichtung und die benötigen wir auch dringend. Einen ganzen Nachmittag lang turnt Leo auf seinen seekranken Eltern herum. Die restliche Zeit verbringen wir draußen am Deck und bei interessanten Unterhaltungen mit türkischen LKW Fahrern.
Es ist stockfinster als wir in Griechenland ankommen. Zwischen brummenden LKWs warten wir darauf das Schiff verlassen zu können. Für die erste Nacht finden wir an einer Kirche einen schönen Platz, ohne Wind, aber wieder mit Regen.
Die Meteora Klöster liegen fast direkt auf unserem Weg und sind ein willkommener Abstecher an den ersten sonnigen Tagen unserer Reise. Bei dunstiger Luft, scheinen die auf Sandsteinfelsen gebauten Gebäude manchmal zu schweben. Von den insgesamt 24 Klöstern und Eremitagen sind heute noch sechs bewohnt. Leo erklettert mit Hingabe die rund 140 Stufen des Klosters „Agia Triada“, dessen Name heilige Dreifaltigkeit bedeutet. Früher konnte es von den Mönchen nur mit Strickleitern erklommen werden. Es ist umgeben von einem Rosengarten und besitzt eine schöne Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Wir erwandern uns noch zwei andere Klöster und genießen die Aussichten vom Rande der Felsen sehr.
Am Campingplatz kommt unser Korkboden an seinen richtigen Platz, während Leo erste Spielkameraden findet. Was für ein schönes Gefühl, bei den kalten Temperaturen am Abend den dämmenden Kork unter unseren Füßen zu spüren. Und was für ein schönes Gefühl endlich etwas mehr Ordnung ins „Häuschen“ zu bringen. Langsam aber stetig finden alle Dinge ihren Platz.
Danach verbringen wir drei Tage auf den Chalkidiki Inseln südlich von Thessaloniki. Die mittlere der drei fingerartigen Inseln, Sithonia, mit ihren fast hundert Buchten bietet uns in der Vorsaison eine enorme Auswahl an einsamen Stränden. Wir beziehen „unsere“ Bucht, zwei Tage lang sehen wir nicht mehr als zwei Autos die kleine Straße entlang fahren. Es ist das erste Mal, dass uns richtig bewusst wird, dass wir gerade einfach frei sind. Dass wir für die nächsten Monate nichts im Terminkalender stehen haben und uns jeden Tag einen anderen Ort zum Schlafen und Verweilen aussuchen dürfen.
Mit einem wunderbaren Ausblick auf den heiligen Berg Athos auf der gleichnamigen und östlichsten Chalkidiki Insel, verlassen wir die Gegend nach drei Tagen. Relativ spontan geht unsere Zeit in Griechenland aufgrund des schlechten Wetters nach eineinhalb Wochen schon vorbei und wir überqueren an einem Sonntag Nachmittag bei Ipsala die Grenze zur Türkei. Bei rund 50 km/h Windstärke.












Hallo Ihr Lieben
schön von Euch zu lesen
Wir freuen uns schon auf Eure weiteren Berichte und freuen uns dass es Euch gut geht
liebe Grüße aus Bayern von Uli und Alice
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Grüß euch ihr Zwei. Wir hoffen ihr seit wieder gut zu Hause angekommen? Ganz liebe Grüße!
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